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Eine der vielen Ansichten über die lombardische Metropole besagt, dass Mailand wenige Sehenswürdigkeiten bietet, da die Stadt vor allem Firmen als Standort dient und grau und arbeitsam sei. Doch Mailand ist nicht nur eine der wichtigsten Wirtschaftsregionen Europas sondern auch reich an Geschichte, Kultur, Architektur und Kunst. In der Altstadt findet man keinen einheitlichen Architekturstil sondern eine Mischung aus allen Epochen. Die Museen Mailands zählen zu den interessantesten im Norden Italiens.
Um einen Eindruck von den Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Mailand zu gewinnen, sollte der Aufenthalt mindestens drei Tage betragen.
Mailänder Dom
Der Mailänder Dom ist die drittgrößte Kathedrale der Welt. Der Bau, an dem Architekten und Baumeister aus der Lombardei, Frankreich und Deutschland vertreten waren, wurde im Jahre 1386 unter den Visconti begonnen und erst vier Jahrhunderte später im Jahre 1805 unter Napoleon vollendet. Die Weihung erfolgte im Jahre 1418. Die Kathedrale ist eine herausragende Vertreterin der lombardischen Gotik; die Fassade ist vollständig in Marmor gehalten.
Galleria Vittorio Emanuele II
Die Galerie ist eine elegante, überdachte Straße, in der sich Cafés, Geschäfte, Buchhandlungen und das berühmte Restaurant Savini befinden. Sie wurde vom Architekten Giuseppe Mengoni entworfen und 1867 vom König Viktor Emanuel II., dessen Namen sie trägt, eingeweiht. Die Galerie verbindet den Domplatz (Piazza del Duomo) mit dem Opernplatz (Piazza della Scala).
Teatro della Scala
Die weltbekannte Scala, die ihren Namen von der vorher am Ort stehenden Kirche Santa Maria della Scala übernahm, wurde zwischen 1776 und 1778 von Giuseppe Piermarini errichtet. Die Einweihung erfolgte mit der Oper Europa Riconosciuta von Salieri. Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde sie umgehend wieder aufgebaut. Im Jahr 2002 begann eine umfassende Renovierung, die zwei Jahre später abgeschlossen wurde. Nun erscheint die Oper wieder im alten Glanz und bietet außerdem modernste Technik
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Castello Sforzesco
Das Castello Sforzesco ist das Stadtsymbol und ist Teil der Parkanlage Parco Sempione, die früher das zugehörige Jagdrevier zum Kastell war. Das Schloß wurde ab 1450 von Francesco I. Sforza an der Stelle der in den Jahren 1360-1370 erbauten und im Jahre 1447 zerstörten Burg der Familie Visconti gebaut. Im Jahre 1490 hat Bramante einige Fresken für den Raum Sala del Tesoro erschaffen, heute ist davon nur noch ein Fresko erhaltengeblieben. An der Anlage haben ebenfalls Leonardo da Vinci und Filarete gearbeitet.
Parco Sempione
Der Parco Sempione wurde im Jahre 1893 von Emilio Alemagna als englische Parkanlage entworfen und angelegt. Auf 47 Hektar Grundfläche befinden sich neben Grünflächen, Blumenrabatten und einem See auch viele historische Bauwerke und Denkmäler. Eines dieser Bauwerke ist die Arena Civica, die 1806 erbaut wurde und als Austragungsstätte für Nachstellungen von Seeschlachten zur Massenunterhaltung genutzt. Im Park befindet sich auch die Triennale, in der Kunstausstellungen stafffinden und der Triumphbogen Arco della Pace, der eigentlich die Siege Napoleons verherrlichen sollte, dann aber dem Friedenschluss von 1815 gewidmet wurde.
Sant’Ambrogio
Die Basilika wurde von Bischof Ambrosius, der später heilig gesprochen wurde, im vierten Jahrhundert errichtet und beherbergt einzigartige Kunstwerke wie die Mosaike von Sankt Viktor und dem goldenen Altar. In der Kirche Sant’Ambrogio wurden zwischen dem neunten und fünfzehnten Jahrhundert neun italienisch Könige gekrönt. Napoleon und Ferdinand von Österreich besuchten die Basilika im Anschluß an ihre Krönung im Dom.
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San Lorenzo alle Colonne
Die Basilika von San Lorenzo wurde ebenfalls im vierten Jahrhundert erbaut. Nachdem sie im elften und zwölften Jahrhundert jeweils bei mehreren Bränden zerstört wurde, baute man sie nach dem romanischen Ursprungsmodell wieder auf. Die heutige Kuppel stammt aus dem sechzehnten Jahrhundert und ist die größte Kuppel Mailands. San Lorenzo alle Colonne gehört zu den ältesten Kirchen des okzidentalen Christentums mit einem zentralen Grundriss.
Vor der Kirche befinden sich sechzehn Säulen aus dem zweiten/dritten Jahrhundert, die zu einem nicht bekannten, römischen Tempel gehörten.
Brera
Der Stadtteil Brera gilt als Künstlerviertel, dessen Name auf das germanische Braida zurückgeht, was soviel wie grüne, nicht bewirtschafte Fläche bedeutet. Der Ruf als Künstlerviertel kommt von den zahlreichen Studenten und Künstlern der Accademia delle Belle Arti und der Pinacoteca, die die zahlreichen Bars und Kneipen bevölkern. Bei schönem Wetter sind in den Fußgängerzonen viele Wahrsager und Kartenleger zu finden, die dem neugierigen Besucher die Zukunft voraussagen. In Brera findet außerdem jeden dritten Samstag der Antiquitätenmarkt statt, der auf jeden Fall einen Besuch lohnt.
Navigli
Heute sind die Navigli (Kanäle) einer der lebhaftesten Stadtteile Mailands. Sie wurden ab dem zwölften Jahrhundert angelegt und dienten bis ins neunzehnte Jahrhundert als Schifffahrtswege. Entlang der Kanäle findet man die charakteristischen Häuser im Mailänder Stil, der Case di Ringhiera, deren Name von den Geländern der Balkone stammt, die zu den einzelnen Wohnungen führen. In den Ladenlokalen sind viele Antiquitätengeschäfte angesiedelt, außerdem findet man zahlreiche Restaurants, Kneipen und Bars. Jeden letzten Sonntag eines Monats findet hier der berühmte Mercatone dell’antiquariato statt, auf dem der interessierte Besucher die Gelegenheit hat, antike Objekte zu erwerben.
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