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Die zweitgrößte Industriestadt Italiens besticht im Zentrum mit ihrer Barockarchitektur. Die ehemalige königliche Residenzstadt bietet viele Sehenswürdigkeiten: Reich ausgestattete Paläste, erhabene Kirchen sowie eine außerordentliche Sammlung an ägyptischen antiken Kunstwerken und eine Ausstellung von nordeuropäischen Gemälden zählen zu den Sehenswürdigkeiten Turins.
Die französischen Einflüsse sind in Turin ebenso zu spüren, wie die Prägung durch große Industrieunternehmen wie FIAT.
Mole Antonelliana
Dieses Gebäude ist das Wahrzeichen der Stadt Turin. Die jüdische Gemeinde gab Ende des neunzehnten Jahrhunderts dem Architekten Alessandro Antonelli den Auftrag, eine Synagoge zu bauen. Nachdem der Gemeinde für das ehrgeizige Projekt das Geld ausgegangen war, übernahm die Stadt das Gebäude und richtete dort 1895 das Museo del Risorgimento ein. Damals war das Gebäude das höchste der Welt und übertraf sogar den um elf Meter niedrigeren Kölner Dom.
Heute beherbergt das Gebäude das renommierte Kinomuseum „Museo Nazionale del Cinema“; in einem gläsernen Aufzug kann man eine spektakuläre Fahrt auf die Aussichtsplattform unternehmen.
Duomo di San Giovanni und das Turiner Grabtuch
Die Kathedrale wurde im fünfzehnten Jahrhundert errichtet und beherbergt die für Gläubige wichtige Reliquie, das „Turiner Grabtuch“, das von Pilgern als das Tuch verehrt wird, in dem Jesus im Grab gewickelt war. Da die Entstehung des Grabtuches nicht eindeutig geklärt werden kann, wird es von der katholischen Kirche als Ikone und nicht als Reliquie eingestuft.
Der Dom ist das einzige Bauwerk Turins in Renaissancearchitektur. Seit einem Brand im Jahre 1997 befindet er sich im Restaurierungszustand.
Piazza Castello
Auf der Piazza Castello, dem Schloßplatz, befinden sich zahlreiche herrschaftliche Gebäude. Eines davon ist der Palazzo Reale wurde im sechzehnten Jahrhundert erbaut und diente als königliche Residenz unter Viktor Emmanuel II. Im Innern dieses Gebäudes findet man Räume mit einer glamourösen Ausstattung, die nach den Vorgaben von Madama Reale Christina von Frankreich eingerichtet wurden. Nebenan kann man die Kirche San Lorenzo besichtigen, die im siebzehnten Jahrhundert erbaut wurde.
Auf der anderen Seite befindet sich die Armeria Reale, in der man eine Ausstellung von alten Waffen und Rüstungen bewundern kann. Außerdem befindet sich in diesem Gebäude die Biblioteca Reale, in der neben vielen antiken Büchern auch Zeichnungen und Gemälde von weltbekannten Künstlern wie beispielsweise Leonardo da Vinci, Raphael und Rembrandt aufbewahrt werden.
Gegenüber dem Palazzo Reale liegt der Palazzo Madama, ein typisches Beispiel für Barockarchitektur aus dem frühen achtzehnten Jahrhundert, in dem heute das Museum für Antike Kunst (Museo Civico dell’Arte Antica) untergebracht ist.
Museo Egizio
Im ägyptischen Museum kann man eine außergewöhnliche Sammlung an antiken Kunstgegenständen bewundern. Eindrucksvoll sind die Sarkophage der Mumien und Alltagsgegenstände, darunter eine Leinentunika von 2300 v. Chr. Neben einem nubischen Tempel kann man die Statue Ramses II. und das Grab von Kha und Mirit besichtigen. Die Ausstellungsstücke wurden im späten achtzehnten Jahrhundert unter Karl Emanuel III. gesammelt.
Galleria Civica d’Arte Moderna e Contemporanea
Die GAM befindet sich in Via Magenta 31 und stellt Werke von Canova, Balla, Klee, Modigliani, Fattori, Picasso, Warhol und De Chirico aus.
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Lingotto
Das Lingotto Center war einst die größte Fertigungshalle der Automobilindustrie. Die Fabrikhalle, die sich an der Fließbandfertigungsstätte von Ford in den Vereinigten Staaten orientierte, wurde im Jahre 1922 von Viktor Emanuel III. eingeweiht. Nachdem die Nutzung durch FIAT im Jahre 1982 eingestellt wurde, ist es nach dem Umbau durch den bekannten Architekten Renzo Piano eine der größten Mehrzweckhallen Europas.
Im Innern findet man einen Bereich für Messeausstellungen, eine Gemäldegalerie, ein Auditorium, ein Kongreßzentrum, zwei Hotels, ein Kino, ein Einkaufszentrum sowie mehrere Restaurants.
Die Gemäldegalerie stellt mehrere wertvolle Kunstwerke aus, wie zum Beispiel Werke von Matisse und Picasso, Modigliani, Canaletto, Tiepolo und „La Négresse“ von Manet.
Basilica della Natività della Maria Vergine (Basilica di Superga)
Die Basilica di Superga ist eine berühmte Wallfahrtskirche in Turin. Während der Belagerung von Turin im Jahre 1706 durch die Franzosen im Spanischen Erbfolgekrieg gelobte Vittorio Amedeo II., bei einer siegreichen Schlacht eine Kirche errichten zu lassen, die der Jungfrau Maria gewidmet war. Unter Leitung des Architekten Juvarra wurde die Kirche 1731 vollendet und gilt seither als Meisterwerk des Barocks.
Die Kuppel ist der des Petersdoms nachempfunden, außerdem befindet sich in der Krypta eine Grabstätte des Königsgeschlechts der Savoyen. Von dem Hügel aus kann man bei schönem Wetter die Alpen sehen.
Parco del Valentino
Der Parco del Valentino ist ein bekannter öffentlicher Park in Turin, der sich am Ufer des Po in der Nähe der Kirche Chiesa della Gran Madre und des Parco Michelotti befindet. Eine Parkanlage befand sich schon im Castello del Valentino im sechzehnten Jahrhundert, doch erst im neunzehnten Jahrhundert begannen die Arbeiten zu einer Parkanlage im Stil der Romantik nach den Plänen von Barrilet-Deschamps, einem französischen Landschaftsarchitekten.
Heute findet man rund um den Parco del Valentino viele Kneipen und Bars des Turiner Nachtlebens.
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